Blogbeitrag:
Blutohr bei Hunden
Wie Naturheilkunde sinnvollunterstützen kann...
Verfasst von: Anne Schwarzer – Gepr. Tierheilpraktikerin / 14.09.2026
Plötzlich ist die Ohrmuschel deines Hundes dick, weich und fühlt sich vielleicht fast wie ein kleines Kissen an?
Dann kann es sich um ein sogenanntes Blutohr, medizinisch auch als Othämatom bezeichnet, handeln.
Dabei sammelt sich Blut beziehungsweise Flüssigkeit zwischen Haut und Ohrknorpel. Häufig entsteht ein Blutohr durch starkes Kopfschütteln oder Kratzen am Ohr. Dabei können kleine Blutgefäße verletzt werden und die Ohrmuschel schwillt an.
WIE ENTSTEHT EIN BLUTOHR?
Auslöser für starkes Kopfschütteln oder Kratzen können beispielsweise sein:
- Ohrentzündungen
- Juckreiz
- Allergien
- Parasiten
- Fremdkörper im Ohr
- kleinere Verletzungen
Die Schwellung kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Manche Blutohren betreffen nur einen kleinen Bereich der Ohrmuschel, andere können nahezu das gesamte Ohr erfassen.
WIE DIE NATURHEILKUNDE UNTERSTÜTZEN KANN:
Je nach Hund und Ausprägung können naturheilkundliche Verfahren eingesetzt werden, um den Körper bei Schwellung, Bluterguss, Entzündungsreaktion und Heilungsprozess zu unterstützen.
Dabei wird immer individuell entschieden, welche Behandlung zum jeweiligen Hund und zur Situation passt.
Für mich ist besonders wichtig, das Blutohr frühzeitig zu beurteilen. Je länger eine größere Flüssigkeitsansammlung bestehen bleibt, desto eher können sich Veränderungen an der Ohrmuschel entwickeln.
MUSS EIN BLUTOHR IMMER OPERIERT WERDEN?
Nicht jedes Blutohr sieht gleich aus und nicht jeder Hund benötigt automatisch dieselbe Behandlung.
Je nach Größe, Dauer und Zustand der Ohrmuschel kann eine tierärztliche Behandlung notwendig sein. Dabei kommen beispielsweise eine Drainage oder operative Verfahren infrage.
Ein größeres, schmerzhaftes oder schnell zunehmendes Blutohr sollte deshalb immer tierärztlich beurteilt werden.
Naturheilkundliche Maßnahmen können – je nach Situation – begleitend eingesetzt werden, insbesondere um den Heilungsprozess zu unterstützen.
WAS PASSIERT, WENN EIN BLUTOHR NICHT BEHANDELT WIRD?
Ein unbehandeltes Othämatom kann sich mit der Zeit organisieren und vernarben.
Dadurch kann sich die Ohrmuschel dauerhaft verdicken oder verformen. Umgangssprachlich wird dies manchmal als „Blumenkohlohr“ bezeichnet.
Deshalb lohnt es sich, bei einer plötzlich auftretenden Schwellung der Ohrmuschel nicht zu lange abzuwarten.
Ein Blutohr sollte NIEMALS selbst ausgedrückt oder mit einer Nadel geöffnet werden.
Neben dem Risiko einer Infektion besteht die Gefahr, dass sich die Ohrmuschel erneut mit Flüssigkeit füllt oder zusätzliche Verletzungen entstehen.
Besser ist es, das Ohr fachlich beurteilen zu lassen und dann gemeinsam zu entscheiden, welche Behandlung sinnvoll ist.
WARUM SCHLAPPOHREN HÄUFIGER BETROFFEN SIND…
Hängende Ohren können den Eingang des Gehörgangs teilweise abdecken. Dadurch wird das Ohr schlechter belüftet und Wärme sowie Feuchtigkeit können sich leichter halten.
Das kann Ohrentzündungen begünstigen. Entsteht dadurch Juckreiz oder Schmerz, schüttelt oder kratzt der Hund häufig stärker – und genau diese mechanische Belastung kann wiederum die Entstehung eines Blutohres fördern.
Das Schlappohr verursacht also nicht direkt das Blutohr, kann aber Bedingungen begünstigen, die dazu führen.
NATURHEILKUNDLICHE BEGLEITUNG IN MEINER TIERHEILPRAXIS
In meiner Tierheilpraxis begleite ich Hunde mit einem Blutohr individuell und naturheilkundlich.
Dabei richtet sich die Behandlung nach dem Zustand des Ohres, den Beschwerden und natürlich nach dem Hund selbst.
Wenn dein Hund plötzlich eine geschwollene Ohrmuschel entwickelt oder immer wieder Probleme mit seinen Ohren hat, melde dich gerne bei mir.